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Höhere Bewertung für Standort Deutschland

Berlin · 15. März 2005· rtr ·
Deutschland holt einer Studie der Bertelsmann Stiftung zufolge im internationalen Standortvergleich etwas auf. Die Bundesrepublik habe sich vom vorletzten auf den 17. Platz unter 21 Industrienationen vorgeschoben, erklärte die Stiftung. Obwohl "spürbare Erfolge auf dem Arbeitsmarkt und beim Wirtschaftswachstum" weiter auf sich warten ließen, gebe es Anzeichen einer Trendwende, so die Bertelsmann-Stiftung. Die aktuelle Platzierung sei die beste seit 1999.
Als Gründe führt die höhere Bewertung führt die Stiftung den gestiegenen Anteil der arbeitenden Personen, den gesunkenen Staatsanteil an der Wirtschaftsleistung und die moderaten Lohnabschlüsse an.
Weitere Reformen seien aber unerlässlich, betont die Organisation. So habe die Staatsverschuldung einen historischen Höchststand erreicht und die Steuer- und Abgabenlast sei weiter gewachsen. Um Deutschland im internationalen Vergleich voranzubringen, müssten die Sozialversicherungsbeiträge von den Löhnen abgekoppelt und der Arbeitsmarkt weiter flexibilisiert werden. Zudem sei eine Steuerreform notwendig, die Schlupflöcher schließe.
Das Beispiel Dänemarks zeige, dass ein "Konjunkturimpuls" nicht in steigender Staatsverschuldung enden müsse: Strukturreformen und ein Konjunkturprogramm hätten Anfang der 90er Jahre das Land auf einen höheren Wachstumspfad geführt.

Quelle: Frankfurter Rundschau


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